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Filme, Kurzfilme und DVDs von Norbert Conzen / ARTart.de

Wald 2009 / 10 (DVD)

Die zehn Kurzfilme mit einer Gesamtlänge von 55 Minuten zeigen den Wald mit seinen diversen Facetten wie die jahreszeitlich bedingte Laubfärbung, die verschiedenen Baumart-Rindenmuster als auch die Geräuschkulisse mit Vogelgesang und Hirschröhren in einer filmisch aufwendigen künstlerischen Umsetzung.
Eine ungeschnittene siebenminütige Kamerafahrt durch den „Winterwald“ löst sich in ein endloses Bewegungsmuster auf, das „Waldsterben“ wird zu einer Theaterinszenierung, in der runterfallende Äste sich zu einer zuckenden und sich ständig verändernden symmetrischen Skulptur arrangieren oder im „Hirschwald“ hört man zwar den ständig röhrenden Hirsch, sucht ihn aber vergeblich im Bild zu entdecken.
Aufgenommen von Januar 2008 bis Juli 2009. Länge: 55 Minuten.

Fluß 2007 (DVD)

„Fluß“ ist in in die fünf Abschnitte Breitach, Erft, Nil und, Mosel Rhein gegliedert. Jede einzelne Flußdarstellung zeigt neben kurzen Realfilmclips, die den Betrachter auf das jeweilige Landschaftscharakteristikum einstimmen, lange gespiegelte und optisch veränderte Sequenzen, deren Kernmaterial meist mit statischer Kamera gedreht wurde.
Einmal filmt die Kamera, auf dem Seitengeländer eines legendären Nildampfers montiert, das vorbeigleitende Nilufer, ein andermal steht sie am Rheinufer und erfaßt die langsam vorbeifahrenden Schiffe.
Die Bildszenen werden mehrfach gespiegelt und mit langen weichen Überblendungen ineinander kopiert, sodaß ein Endprodukt von dichter künstlerischer Aussagekraft entsteht. Obwohl die Bilder verfremdet sind, hat man immer das Gefühl vor Ort zu sein, nicht zuletzt durch den charakteristischen Sound, der das jeweilige Lokalkolorit trifft.
Aufgenommen von Januar bis Oktober 2007. Länge: 48 Minuten.

Kirchen am Jakobsweg (DVD)

Der Kunstfilm zeigt die “Kirchen” am Jakobusweg zwischen Köln und Prüm. Der Kölner Dom ist der Ausgangspunkt dieser Meditationsreise von Köln bis zur Basilika in Prüm.
Die gespiegelten Fotografien erweitern das architektonische Raumerlebnis der besuchten Kirchen zu einer neuen ausdrucksstarken Bilderwelt, die sowohl künstlerisch beeindruckt als auch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema wiederspiegelt. Unterlegt sind die Szenen mit gregorianischen Gesängen, die den Raumklang der Kirchen hörbar machen.
Besucht wurden neben dem Kölner Dom die Kirchen in St. Margareta und die Birkhofkapelle in Brühl, St.Walburga in Walberberg, St. Mauritius in Weilerswist, Heilig Kreuz in Groß Vernich, Herz Jesu in Euskirchen, St. Martin in Stotzheim, Stiftskirche und Jesuitenkirche in Bad Münstereifel, Antoniuskapelle in Roderath, St. Margareta in Frohngau, St. Mariä Himmelfahrt in Blankenheim, St. Mariä Geburt in Baasen, St. Johann Baptist in Kronenburg, St. Brigida in Kronenburgerhütte, St. Margarita in Ormont, Barbarakapelle in Buchet, Mariä Himmelfahrt in Bleialf und die St. Salvador Basilika in Prüm.
Buchet und Bleialf liegen zwar nicht am offiziellen Jakobusweg, wurden jedoch wegen der außergewöhnlichen Architektur (Buchet) und den großartigen Fresken (Bleialf) mit integriert.
Aufgenommen von April bis Juni 2006. Länge: 35 Minuten

Hohes Venn – Kurzfilm mit Malerei (DVD)

Filmausschnitt Hohes VennDie Malerei des Videos beschränkt sich auf die Farben Weiß und Rot. Es sind Fotografien von Wegmarkierungen eines europäischen Fernwanderweges, die dem Wanderer ins Auge springen müssen. Die Farbe wird meistens auf Bäumen am Weg von Betreuern der Wandervereine aufgemalt und gesprüht und nach Verblassen gegebenenfalls aufgefrischt.
Durch die Makrofotografie und die vierfache Spiegelung werden die Farbflächen in der Vergrößerung zu abstrakter kraftvoller Malerei, die in der filmischen Umsetzung übergangslos ineinander kopiert sind.
2006. 5 Min.

An Ort und Stele (DVD)

Die Stelen-Serie ist ein prozess-künstlerisches Projekt von Norbert Conzen, das dem Kunstwerk keinen unveränderlichen Ewigkeitswert zuweist, wie dies bei der klassischen Kunst der Fall ist, deren Originalzustand es mit großem restauratorischem Aufwand zu erhalten gilt. Die Musealisierung von Kulturgütern bedeutet generell eine Abkoppelung vom Alltag und seinen Einflüssen. Sucht man jedoch mit solchen Zeichen am Weg den unmittelbaren Kontakt zum Leben und zur Landschaft, bleiben solche "Kontaktspuren" nicht aus, so wie ja auch der Mensch sein gesamtes Alltagsleben kaum ohne die geringste Schramme übersteht.
Die künstlerische Umsetzung der Fotografien der Standorte ist in der Konsequenz der gesamten Kunst-Projekte nur logisch. Die zweifache Spiegelung macht die Fotografien zu großformatigen Bühnenbilder. Der Betrachter kann die Standorte mittels GPS-Koordinaten finden und wird vielleicht ein anderes aber nicht weniger intensives Erlebnis als ich haben. Länge: 32 Minuten

 

Der Schaum der Tage - ZDF / ARTE / 3SAT

Literaturverfilmung nach Boris Vian mit über 300 Ölgemälden

Boris Vian - Zeichnung von ConzenColin, ein wohlhabender junger Mann, lebt in einer schönen Wohnung, wird verwöhnt von einem hervorragenden Koch, der es meisterhaft versteht, aus aus der Wasserleitung gefangenen Aalen köstliche Pasteten zu zaubern. Sein Freund Chick ist finanziell nicht besonders gut gestellt, er muss arbeiten, um seinen Lebensunterhalt verdienen zu können - und vor allem, seiner Sammelleidenschaft nach allem nachgeben zu können, was mit Jean-Sol Patre zu tun hat.
Doch um eines beneidet Colin seinen Freund Chick von ganzem Herzen: um dessen Freundin Alise. Er sehnt sich auch danach, zu lieben und geliebt zu werden, weiß aber auch, dass die Frau des Freundes tabu ist.
Kurze Zeit darauf lernt er Chloé kennen - ein Geschenk des Himmels, die er nach kurzer Zeit heiratet. Doch schon auf der Hochzeitsreise beginnt Chloé zu kränkeln - und kurze Zeit später ist es klar: Chloé leidet schwer unter der Seerose, die in ihrer Lunge heranwächst. Colins Vermögen schwindet immer mehr; doch nichts kann die Krankheit mehr stoppen...

Entstehung des gemalten ARTE-Films (75 min)“ Der Schaum der Tage“ nach Boris Vian im Atelier Kirchfeldstrasse (mit Norbert Conzen und Winfried Lührs), Drehbuch/Storyboard: Norbert Conzen, Michael Groote, Winfried Lührs. Musik Manfred Schoof, Kamera Werner Kubny, Deutsche Stimme Lore Lorentz, Premiere und Ausstellung im Europäischen Medien Institut Düsseldorf. Ausgestrahlt in ARTE, ZDF und 3Sat. Gemälde und Regie: Norbert Conzen, Michael Groote, Winfried Lührs.
(80 Min., ZDF /ARTE)

Das Geheimis des Pferdekopfnebel - BR

 - Zeichnung von ConzenDer Pferdekopfnebel wurde vom US-amerikanischen Astronomen Edward Barnard Anfang des 20. Jahrhunderts erstmals katalogisiert. Es handelt sich dabei um eine Ansammlung von kaltem Gas und Staub, deren Form an einen Pferdekopf erinnert. Sie liegt direkt vor einem rötlich leuchtenden Emissionsnebel (IC 434), sodass sie sich vom helleren Nacht-Hintergrund abhebt. Die Gasmassen sind in Bewegung, wodurch der Nebel in einigen tausend Jahren einem Pferdekopf nicht mehr ähneln wird.

Im Film forschen die Wissenschaftler der Erde nach außerirdischen Kontakten und schicken den Astronauten Romy (Norbert Conzen hat sich hier in der Hauptrolle selber gezeichnet) zum Pferdekopfnebel, der dort eine außergewöhnliche in sich fließende Farb- und Formenwelt vorfindet, die ihn als Maler dazu veranlasst seine Zelte dort aufzuschlagen und nicht mehr zur Erde zurück zukehren.
Bildergeschichte.
Drehbuch: Norbert Conzen, Hannes Spring. Zeichnungen: Norbert Conzen. Regie: Hannes Spring. (12 Min., Bayrischer Rundfunk)

Der Weißwal im Rhein - ZDF

Weißwal - Zeichnung von ConzenEin Weißwal aus der Antarktis macht sich auf Entdeckungsreise und landet im dreckigen Rhein. Moby Dick war ein Beluga- oder Weißwal, der 1966 entlang des Niederrheines und danach in ganz Deutschland und den Niederlanden viel Aufsehen erregte. Er wurde benannt nach dem Roman Moby Dick von Herman Melville.
Am 18. Mai 1966 meldeten einige Rheinschiffer bei Duisburg der Wasserschutzpolizei einen weißen Wal im Rhein. Diese reagierte – und machte bei den Schiffern erstmal einen Test auf Blutalkohol. Dieser aber verlief negativ – es schwamm wirklich ein weißer Wal im Rhein, 300 Kilometer entfernt vom Meer, und tausende Kilometer entfernt vom üblichen Lebensraum der Belugawale, den arktischen Gewässern.
Dorthin gelangte er, nachdem ein Transportschiff, auf dem er in einen englischen Zoo gebracht werden sollte, in einem Orkan fast kenterte und der Wal kurz vor der Küste in die Nordsee gespült wurde. Von dort aus gelangte er über den Hafen von Rotterdam in den Rhein.
Wolfgang Gewalt, der Direktor des Duisburger Zoos, versuchte des ungewöhnlichen Gastes im Rhein mit Netzen und Betäubungspfeilen Herr zu werden. Aktivisten versuchten die Jagd zu stören, indem sie von einem Luftschiff aus Orangen in den Rhein warfen. Massive Proteste der Bevölkerung und offizielle Proteste aus den Niederlanden führten schließlich dazu, dass die Einfangversuche eingestellt werden mussten.
Zunächst wendete sich der schnell „Moby Dick“ genannte Wal wieder meerwärts, stoppte jedoch vor der eigens für ihn geöffneten Schleuse Kornwerderzand zum Meer und schwamm wieder rheinaufwärts. Begleitet von zahlreichen Schaulustigen schwamm er bis Bonn, wo sein Auftauchen eine Bundespressekonferenz sprengte. Erst dort drehte er wieder um und wurde bereits drei Tage später, am 16. Juni um 18.42 Uhr, zum letzten Mal beim Erreichen des offenen Meeres bei Hoek van Holland gesehen.

Norbert Conzen schrieb, zeichnete und verfilmte die Geschichte des Weißwals im Rheins im Auftrag der ZDF-Reihe "Siebenstein".
Buch: Norbert Conzen. Drehbuch: Carmen Tartarotti und Norbert Conzen. Regie: Norbert Conzen. (15 Min., ZDF). Als Buch erschienen.

Eisfischen - WDR

Film mit Zeichnungen und Realfilmszenen nach einer Erzählung von Siegfried Lenz

Eisfischen - Zeichnung von ConzenDas Eisfischen auf einem zugefrorenen See ist eine jahrtausende alte notwendige Form des Überlebens im Winter. Siegfried Lenz schildert in der Geschichte eine Jugenderinnerung über Mühsal, Enttäuschung, Fang und Triumph eines großen Hechtes beim Eisfischen irgendwo in Norddeutschland. Der Kurzfilm setzt die Geschichte in eindrucksvollen atmosphärischen Bildern um. Die Überlappung von filmischen und zeichnerischen Szenen ist zeitweise nicht erkennbar. Der Film wurde in über 50 Ländern verkauft.
Zeichnungen: Norbert Conzen. Ein Film von Norbert Conzen und Werner Kubny.
(16 Min., WDR)

Gedankenkontrolle - WDR

Film nach einer Kurzgeschichte von Herbert W. Franke

Gedankenkontrolle - Zeichnung von ConzenIn der gezeichneten und sehr dramatisch umgesetzten Bildergeschichte kontrolliert eine Maschine jeden Gedanken eines Gefangenen. Durch analytisches Denken entschlüsselt jedoch der Eingesperrte die Funktionsweise der Maschine und überwindet deshalb den mechanischen Wärter, der ihn sogar letztlich selber in die Freiheit befördert.
Franke entwickelt den Begriff der Gedankenkontrolle weiter zur maschinell induzierten Gedankenschöpfung, um grundlegende unbewußte Einstellungen eines Bürgers in artefiziellen Erlebnissituationen dahingehend zu prüfen, ob sie den totalitären Richtlinien des „gesunden Volkskörpers“ entsprechen.
Zeichnungen: Norbert Conzen. Regie: Werner Kubny.cience fiction. (12 Min., WDR)

Auf dem Mond ist nie was los - WDR

Mondlandschaft - Zeichnung von Conzen

Science fiction-Bildergeschichte nach Robert Heinlein.
Ein Film von Norbert Conzen und Werner Kubny.
(48 Min., WDR)